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Clara * Blues in rosé - Der Film
„Clara - Blues in rosé“ erblickte als Taschenbuch, in der Reihe der lesbischen Strandschmöker, in der auch „Sterne über Malibu“, „Sharons dream“, „Lust der Nacht“, erschienen sind, 1991 das Licht der Welt. Die Zeiten, in denen „Clara“ das Licht der Welt erblickte, waren bunt und turbulent. Andere Zeiten als heute. Genau 30 Jahre ist es her, als wir den ersten CSD in Hamburg starteten, genau 25 Jahre ist es her, als der erste Frauenball veranstaltet wurde. Lesben lernte man auf der Szene kennen, durch Kontaktanzeigen in der Emma oder im Camelot, der Frauenkneipe, dem Cafe-Endlich, Intervention oder in den seit dem Krieg bestehenden Ika-Stuben. Oder durch Schmuck, wie die Regenbogenflagge oder die Streitaxt der Amazonen.
1990 outete sich Hella von Sinnen. 1992 kam der Lesbenfilm *Claire of the moon“ von Nicole Conn auf den Markt. In englisch. Zusammen mit meinem amerikanischen Geschäftspartner wurde der Film in England auf VHS umgewandelt und gelangte synchronisiert auf den deutschen Markt. Der Verlag www.mysterious-women.de nahm einen Katalog für Lesbenbücher, Poster, Regenbogenartikel und Toys in seinem Programm auf und importierte aus Canada und den USA. Der Katalog erschien 2 x im Jahr in einer 3000er Auflage und war gleichzeitig Kontaktanzeigenbörse für Lesben in Deutschland, der Österreich und der Schweiz. *Mysterious Women* wuchs, ein Ladengeschäft wurde in Hamburg eröffnet.
Die Zeiten ändern sich, wir veränderten uns. Die Öffentlichkeit änderte sich. Das Bewusstsein gegenüber Lesben veränderte sich. Das Internet hielt Einzug und die Saison des CSD Verlage wie Elles, Krug & Schadenberg, lesbische Firmen wie Regenbogenschmuck, lesbische Hotels, Pensionen und Clubs wurden eröffnet. Das Internet veränderte die Gewohnheiten der Szene. War sie früher eine eingeschworene und verschwiegene Gemeinschaft, war nun Party angesagt. Fun fun fun. Das Flirt, das Lovis, das Camelot, die Seute Deern, die Ika Stuben, alle mussten dem neuen Lebensgefühl weichen. Auch der Laden „Mysterious Women“ wurde geschlossen. Der Versandhandel eingestellt.
Das Partyhopsen, das in Los Angeles schon in den 90ern Gang und Gebe war, begann auch hier. In ständig wechselnden Locations kehrte die Partygemeinde ein. Ein paar Oldies haben überlebt. Das Lesbenfrühlingstreffen, der Hamburger Frauenball (wenn auch nicht mehr in den alten schönen Räumen des Curiohauses), das Cafe endlich, das MHC, das schwul-lesbische Filmfest., die Intervention. Das deutsche Kino traute sich mit Aimeé & Jaguar. Auch das Fernsehen traute sich: „Die Konkurrentin“, „Kommt Mausi raus“, „Liebe und Verlangen“ und „Der Havelkaiser“.
Immer wieder erreichten mich Nachfragen nach neuen Lesbenschmökern. Immer wieder nach einem neuen Szenetreff, nach einem Film 2009, Nach Abschluss meines Drehbuchstudiums 2009 habe ich begonnen, einen Drehplan zu erstellen, mich nach Locations in Hamburg umzusehen, die die Geschichte gut umsetzbar machen. Der Titelsong „Blues in rosé“ wurde von Steffi List zum Leben erweckt. Clara, Sophie, Dani und Anna werden tanzen, leben, lieben, lachen…...
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